Die Hühner vom kleinen Bauernhof

Was wäre ein Bauernhof ohne Hühner? Kein Bauernhof. Bei uns sind rund 25 Hühner beheimatet, davon zwei Hähne.Junghenne Marans

Es sind überwiegend Marans, eine Grünlegerin, eine Araucanerin sowie einige Mixe Grünleger/Bresse, Grünleger/Marans.

Die Hühner haben einen 42 qm großen Stall, gefüllt mit zwei Tonnen gesiebtem Mutterboden. Der Mutterboden ist sehr staubig, was den Hühnern sehr entgegen kommt. Hühner brauchen zur täglichen Körperpflege ein Staubbad, je staubiger desto besser. Dadurch werden lästige Parasiten wie Milben vermieden und wir ersparen uns die chemische Keule bei Milbenbefall.

Vor dem Stall befindet sich ein umzäunter Auslauf, gesichert mit Sechseckgeflecht, davor zum Schutz vor Fuchs und Marder noch zwei Elektrozaundrähte mit fünf Joule Ausgangsspannung. Der Elektrozaun soll das Untergraben oder Überklettern möglichst verhindern. Im Auslauf sind Holunderbüsche, damit die Hühner auch bei Sonnenschein schattige Plätze haben und um dem Habicht die Einflugmöglichkeiten zu erschweren.

Marans-JunghenneAm Auslauf grenzt die Winterweide unserer Schafe an. Diese Weide wird tagsüber auch von den Hühnern genutzt. Die Weide ist umzäunt und mit Elektrozaun zusätzlich gesichert, allerdings fehlt der Schutz von oben. Auf der Weide ist auch ein Misthaufen, ein besonderer Anziehungspunkt für unsere Hühner.

Der tägliche Weidegang macht übrigens das besonders intensive Eigelb der Damen aus. Jedes Huhn erhält rund 130 Gramm Futter pro Tag. Wir verfüttern qualitativ hochwertiges Futter (Biolandqualität) sowie eine selbst erzeugte Körnermischung vom Hof Hohlegruft, der ebenfalls Biolandzertifiziert ist. Zusätzlich haben die Hühner die Möglichkeit Muschelgrit zu fressen. So haben die Hühner genügend Calzium für die Eierschale. Die Hühner erhalten bei uns weder Legemehl zur Steigerung der Legeleistung noch artfremde Carotinoide und auch kein gentechnisch verändertes Soja.

Bei uns im Stall wird der Tag nicht künstlich mit Licht verlängert, die Hühner leben ihren natürlichen Rhythmus, egal ob Sommer oder Winter. Unsere Hühner sind nicht überzüchtet und müssen nicht, wie zum Beispiel Legehybriden, 300 Eier und mehr im Jahr legen. Im Winter wird den Hühnern eine Legepause zugestanden. Eierlegen ist antrengend und fordert dem Körper viel ab. Wir gönnen den Tieren die Erholungspause.

In der linken Menueleiste befinden sich Links zu Informationen über unsere einzelnen Hühnerrassen sowie über unsere Hofhähne.


Der Stall nach der jährlichen Renovierung

So sieht der Stall nach der jährlichen Grundrenovierung aus. An den Wänden klebt teilweise noch die in den Stall geschippte Erde. Noch ist die Erde feucht, wird aber in den nächsten Tagen trocknen und dann wunderbar staubbadtauglich sein. Die Wände, Sitzstangen und Nester sind frisch gekalkt.


Warum das Staubbad Staubbad heißt und nicht Sandbad

Hühner brauchen ein Staubbad, um sich von Parasiten, wie zum Beispiel den Milben, zu befreien. Sand reicht dafür nicht aus. Ein Staubbad muss stauben, damit die Parasiten keine Chance haben. Dies war mit ein Grund, warum wir uns für die Deep Litter Methode entschieden haben. So haben die Hühner eine große Badewanne. Außerdem gibt es auch draußen unter Tannen die Möglichkeit des Badens. Die Aufnahme ist aus unserem Hühnerstall. Wie genüsslich Hühner ein Staubbad nehmen und was passiert, wenn sie sich danach ausschütteln, ist in dem Video zu sehen.