Unsere Schafe

 

Gertrud mit Lamm wenige Sekunden nach der Geburt. Das erste Saufen. Luise mit Zwillingen am Tag der Geburt.

Schafe halten wir seit Jahren, unser Grundbestand sind vier Damen. Wir haben uns bewusst für die Rasse der Skudden entschieden, da die Skudden auf der roten Liste der gefährteten Arten stehen. Allerdings machen wir keine Herdbuchzucht, dafür ist unsere Weidefläche zu klein und der bürokratische Aufwand zu hoch.

Skudden haben ihren Ursprung im Nordosten, zuletzt gab es sie noch als Nutztiere in Ostpreußen und im Baltikum. Inzwischen ist die Skudde dort ausgestorben.

Der Vorteil der Skudde liegt in ihrer Bescheidenheit. Skudden können auf äußerst mageren Weiden gehalten werden. Skudden sind die kleinste deutsche Schafrasse. Ab Frühjahr bis Ende Oktober ist bei unseren Skudden keine Zufütterung notwendig. Wir schauen lediglich ob alles in Ordnung und ob noch genug Wasser zum Saufen vorhanden, der Zaun in Ordnung ist.

Wie schon geschrieben haben wir vier Damen als Stammbesatz. Jede der Damen hat ihren eigenen Charakter. Unsere beiden Ältesten: Gertrud und Luise. Gertrud ist unsere kleine einfach Gestrickte, dafür ist sie umso zutraulicher. Luise ist die Gescheite, die auch etwas Erhabenes und Selbstbewusstes zur Schau trägt.

Fast jedes Jahr haben wir Nachwuchs (2014 haben wir einmal ausgesetzt). Im Laufe des Oktobers leihen wir uns einen Bock aus und stellen ihn bis etwa Ende Dezember zu den Damen. Danach kommt der Bock entweder nach Sibirien oder wieder zum Ausleiher zurück. Nach etwa 150 Tagen Tragezeit werden die Lämmer geboren, entweder ein einzelnes Lamm oder Zwillinge. Skudden sind äußerst fürsorglich, bisher mussten wir auch nie bei der Geburt eingreifen. Die Geburt erfolgt auf unserer Hausweide, auf der die Tiere im Winter gehalten werden. Die Hausweide hat einen Zugang zum Stall, die Tiere können nach Lust und Laune auch den geschlossenen Stall aufsuchen. In der Zeit sind Schafe und Hühner auf einer Weide anzutreffen.

Vorsicht! Schafe!

Ein paar Tage nach der letzten Geburt kommen die Schafe mit Lämmern auf die Sommerweiden. Je nach Abgrasung werden die beiden Sommerweiden genutzt, dort gibt es auch keine feste Stallungen sondern lediglich Unterstände, die von den Skudden vor allem bei Regen oder als Schattenspender genutzt werden. Skudden sind asaisonal. Das bedeutet, dass sie nicht nur einmal im Jahr brünftig werden sondern kurz nach der Ablammung wieder empfängnisbereit sind. Deshalb müssen die Bocklämmer rechtzeitig kastriert werden. Im Juni kommt der Schafscherer, der die Alttiere schert. Kurz bevor der Kreislauf sich schließt, also im Herbst, werden dann die Fastjährlinge geschlachtet.

Die Felle werden von einem Gerber biologisch gegerbt. Dadurch verliert zwar die weiße Wolle ihre Farbe und wird gelblich, aber dafür kann sich jeder sicher sein, dass keine chemischen Schadstoffe durch das Gerben zugeführt werden, und das Leder wird angenehm weich. Sowohl unsere Katzen als auch Fredie machen im Spätherbst und Winter gern ihr Schläfchen auf den Fellen.


Eine kleine Bildershow unserer Skudden

  • Keiner mag mich

    Keiner mag mich

  • Wo ist denn die Weide hin?

    Wo ist denn die Weide hin?

  • Nachwuchs im Januar

    Nachwuchs im Januar

  • Boah, ist das kalt!

    Boah, ist das kalt!

  • Unser Flaschenlamm: HUNGER!

    Unser Flaschenlamm: HUNGER!

  • BUH!

    BUH!

  • Pauline

    Pauline beim Sonnenbad