Unsere Brut


20.03.2013, Tag 1

Der King Suro 20 von RCom in Aktion.

Nun ist es soweit: Unser Brüter, ein King Suro 20 von RCom, ist bestückt mit 22 Eiern, zwölf Araucana und zehn eigene Bresse-Gauloise.

Auf dem Foto ist links die Temperaturanzeige zu sehen: 37,8 Grad Celsius sind im Inneren des Brüters. Rechts sieht man die Luftfeuchtigkeit, derzeit bei 57%. Die wird, nach nochmaligem Lesens diverser Ratschläge, nun noch auf 45% abgesenkt und bleibt auch die nächsten Tage auf diesem Wert.

Der Brüter hat einen Lüfter, damit die vorgewärmte Luft alle Bereiche gleichmäßig erwärmt.

Rechts erkennt man den Wasseranschluss. Im Brüter, eingehängt in die Halterung, ist ein blauen Schwamm erkennbar. Dieser Schwamm wird nun automatisch mit Wassertropfen beträufelt. Dadurch wird im Inneren die Luftfeuchtigkeit geregelt.

Eine automatische Wendung hat der Brüter auch. Die ist allerdings noch nicht eingeschaltet.

Und nun heißt es erst einmal: Abwarten. So alles gut geht werden in 21 Tagen die Lütten schlüpfen.

Der nächste Schritt, neben dem täglichen Kontrollieren von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wird am Tag 3 das Einschalten der automatischen Wendung sein.

 


21.03.2013, Tag 2

Der King Suro 20 von RCom in Aktion.

Da liegen die Eier, links die Bresse-Gauloise, rechts die Araucana. Der Brüter hält konstant die Temperatur von 37,8 Grad Celsius.

Die Luftfeuchtigkeit ist gerade bei 46%. Eingestellt sind 45 % Luftfeuchtigkeit. Morgen wird die automatische Wendung eingeschaltet.

 


22.03.2013, Tag 3

Der King Suro 20 von RCom in Aktion.

Die Schiffsschaukel ist angeworfen worden.

 


23.03.2013, Tag 4

Der Brüter arbeitet sehr konstant. Die Temperatur bleibt weiter auf 37,8 Grad Celsius und auch die Luftfeuchtigkeit bleibt erst einmal bei 45%. Im Augenblick sind wir noch am Grübeln, ob wir nach den ersten sieben Tagen an der Luftfeuchtigkeit etwas ändern. Wir tendieren allerdings eher dahin, bis zum 19. Tag nichts zu verändern.

Im Stallgebäude habe ich noch etwas Baumaterial entdeckt. Daraus wird später der Ministall für die Küken gezimmert. Etwa 4 qm werden das sein. Den Käfig stellen wir dann in den großen Hühnerstall. Unter die Käfigumrandung kommen Backsteine, sodaß die Küken unten durch latschen können, andererseits die Alten dort nicht hin können. Wir hoffen, das funktioniert so, wie wir es uns vorstellen.

Am siebten Tag muss geschiert werden, das heißt, die Eier werden durchleuchtet und man nimmt unbefruchtete oder bakteriell versetzte Eier aus dem Brüter. Eine geeignete Lampe habe wir, unsere Winter-LED-Kopf-Lampe. Wenn es soweit ist werden wir versuchen, Fotos der durchleuchteten Eier zu machen.

Und so sieht es dann aus, gerade ausprobiert mit einem dunklen Maransei und mit einem Grünlegerei:

Geschiertes Maransei  Geschiertes Grünlegerei

 


24.03.2013, Tag 5

Heute war Olly mit seiner besseren Hälfte bei uns. Neben dem Schlachten einer unserer beiden Bressehähne haben wir vorab schon die Eier geschiert. Die Erfahrung von Olly wollten wir nutzen. Von den 22 Eiern haben sich 19 entwickelt. Von unseren Bresseeiern waren zwei nicht befruchtet, von den zugesandten Araucanaeiern war lediglich ein Ei nicht entwickelt. Für postversandte Eier eine verdammt gute Quote. Auch die Luftblasen sind laut Olly nicht zu groß oder zu klein. Es scheint also mit der Luftfeuchtigkeit zu passen.

Unten sind zwei Eier zu sehen. Links ein befruchtetes Bresseei, rechts ein befruchtetes Araucanaei. Der Unterschied zu den beiden nicht bebrüteten Eiern oben ist eindeutig.

Geschiertes Bresseei  Geschiertes Araucanaei

 


25.03.2013, Tag 6

In der Nacht sind zwei Eier verrutscht, die wurden wieder in die richtige Position gebracht. Auf was man alles achten muss. Ansonsten rappelt der Kasten vor sich hin.

Ein Ei war gestern noch nicht ganz sicher und wurde markiert. Das wird morgen noch einmal unter die Funzel gelegt. Davon gibt es dann wieder ein Foto.

 


26.03.2013, Tag 7

Mist, beim Fotografieren getorft, aber egal. Diesmal sind die Bilder leider etwas unscharf.

Heute mussten wir das bereits "verdächtige" Ei aus dem Brüter nehmen. Links das entfernte Ei, rechts ein normal entwickeltes Ei.

Aussortiertes Bresseei  Normal entwickeltes Bresseei

Im Brüter befinden sich nun noch sieben Bresse- und elf Araucanaeier.

Übrigens gab es heute Morgen Nachwuchs.

 


27.03.2013, Tag 8

Nichts neues von der Brüterei. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind unverändert, der Kasten schaukelt vor sich hin.

 


28.03.2013, Tag 9

Nichts neues von der Brüterei. Alles unverändert, dafür Stress mit den Schafen (siehe Nouvelles).

 


30.03.2013, Tag 11

Gestern gab es nichts zu berichten, da waren wir mit den Schafen und den Lämmern mehr als genug beschäftigt.

Heute wollten wir eigentlich nur eine Zufallsauswahl anschauen, aber gleich das zweite Ei war eine Niete und deshalb haben wir nun doch alle angeschaut. So wir nicht irren ist das Bresseei bakteriell verseucht, deshalb aussortiert.

Aussortiertes Bresseei

Die anderen Eier sahen alle super aus, so wir richtig liegen. Die Araucanaeier lassen sich verdammt schwer durchleuchten. Man merkt doch die fehlende Erfahrung. Die letzte Sicherheit fehlt.

Bresseei  Araucanaei

Damit verbleiben sechs Bresse- und elf Araucanaeier. Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit bleiben unverändert bei 37,8 Grad Celsius und 45%.

 


04.04.2013, Tag 16

Nichts neues von der Brüterei. Der Kasten schaukelte die letzten Tage vor sich hin, hielt sehr gut die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Morgen wird das letzte Mal geschiert, dann gibt es wieder Fotos. Am Samstag wird die Schaukelei beendet, die Zwischenwände werden raus genommen und auf eine Gummimatte werden die Eier gelegt. Am 20. Tag werden wir die Luftfeuchtigkeit auf 70% erhöhen. Offizieller Schlupftermin: Dienstag, der 09.04.2013. Wehe, die Küken halten sich nicht daran, dann gibts Mecker!

Am Wochenende wird schon einmal das Kükenwohnheim vorbereitet.

 


05.04.2013, Tag 17

Der letzte Schierdurchgang ist abgeschlossen. Alle verbliebenen Eier scheinen in Ordnung zu sein.

Bresseei  Araucanaei

Die Temperatur bleibt noch bei 37,8 Grad Celsius, auch die Luftfeuchtigkeit lassen wir bei 45%. Noch vier Tage.

 


06.04.2013, Tag 18

Die Schaukel wurde abgebaut, im Suro die Trennwände entfernt. Außerdem kam das Luftpolster aus dem Suro raus und stattdessen wurde ein Blatt Zewa reingelegt. Dadurch ist der Boden schön hart. Die Küken brauchen eine feste Standfläche.

Die sechs Bresseeier und die elf Araucanaeier liegen nun auf dem Zewatuch. Deckel wieder rauf, Temperatur abgesenkt auf 37,5 Grad Celsius, Luftfeuchtigkeit bleibt heute und morgen noch bei 45%.

Die Bruteier liegen im King Suro

Und nun geht es in den Stall, das Kükenheim basteln.

 


07.04.2013, Tag 19

Fredie hat uns heute mit dem Kükenheim überrascht. So ein plietscher Hofhund.

Am Brüter haben wir heute die Luftfeuchtigkeit leicht auf 55% angehoben, damit der Umstieg Morgen auf 70% nicht ganz so heftig ist.

 


08.04.2013, Tag 20

Heute Morgen wurde die Luftfeuchtigkeit auf 70% erhöht. Von einem Frühstarter ist nichts zu sehen. Noch sind die Eier nicht angepickt. Morgen Mittag fängt offiziell der Tag 21 an. Die Küken haben dann 24 Stunden Zeit, sich aus dem Ei zu pellen.

Das Futter wurde heute schon vorbereitet. Als erste Mahlzeit gibt es gekochtes Ei, das normale Bio-Hühnerfutter und gesiebtes Muschelgrit. Das Ganze wird dann nach dem Schlupf noch angefeuchtet und mit einem Stampfer zermatscht, damit die Lütten es besser aufnehmen können. Nach dem Einzug gibt es dann die Einzugsparty und das Lunch wird kredenzt.

Auch das Kükenheim wird jetzt schon beheizt, damit morgen auch die Matte schön mollig ist.

 


09.04.2013, Tag 21

19:00 Uhr, 7 Stunden rum: Grrrrrr, doofe Küken. Die machen es spannend. Noch nichts zu sehen. Die Knaller warten bestimmt bis wir schlafen.

 


10.04.2013, Noch Tag 21

06:00 Uhr, 18 Stunden rum: Die ersten Eier sind angepickt und die Lütten kann man schon in den Eiern piepen hören.

 


10.04.2013, Tag 22

15:00 Uhr, 3 Stunden rum: Ein Bresse-Küken hat es geschafft und aus dem Ei gepellt. Andere Eier sind angepickt und die Lütten kämpfen sich langsam aus dem Ei heraus. Sie machen es spannend.

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Brüter ist das Plexiglas leicht beschlagen.

Angepicktes Ei  Hurra, Erster!

16:30 Uhr, 4 1/2 Stunden rum: Das nächste Küken ist da, ein Araucana. Das musste einen Presslufthammer gehabt haben. An dem Ei war vorher noch nichts zu sehen. Nun wird es lebhaft im Brüter, die Beiden fiepen nun ordentlich um die Wette.

Gegen das Araucanaküken sieht das Bresseküken aus wie ein großer Trampel. Das Bresse benimmt sich auch so. Beim dem Araucana ist auch sehr schön der Eizahn zu sehen, mit dem das Ei geöffnet wird.

Araucanaküken

Im Vordergrund das Araucanaküken, im Hintergrund rantert das Bresseküken.

 


11.04.2013, noch Tag 22

06:00 Uhr, 18 Stunden rum: Ein weiteres Araucana ist geschlüpft. Ein Bresseküken scheint verstorben zu sein. Bei dem angepickten Ei tut sich seit Stunden nichts mehr. Bei einigen noch nicht angepickten Eiern sind Küken zu hören. Also weiter abwarten.

Tag 23, 18:00 Uhr, 6 Stunden rum: Noch ein Nachzügler, ein Bresse (Als Nachtrag: Das war das angenommene verstorbene Küken). Mindestens zwei weitere Eier sind angepickt.

 


12.04.2013, noch Tag 23

06:00 Uhr, 18 Stunden rum: Die zwei Bresse und zwei Araucana bekommen einen Neuzugang, noch ein Araucana ist geschlüpft. Ein weiteres Araucana ist kurz davor aus dem Ei zu kommen, ein Bresseei ist angepickt.
Alle sind wohlauf, aber vom 21-Tage-Rythmus hält die Bande gar nichts.

Tag 24, 18:00 Uhr, 6 Stunden rum: Nun sind es vier Araucana und ein Bresse ist kurz davor raus zu kommen. Bilder von den Küken gibt es bei den Küken 2013.

21:00 Uhr: Die Brut ist beendet. Ein Bresseküken ist noch zum Trocknen im Brüter. Ein Bresse ist während des Schlupfs verstorben. Die restlichen Eier waren vorzeitig abgestorben, sie waren nicht weit entwickelt.

Drei Bresse (Eins noch zum Trocknen im Brüter) und fünf Araucana bewohnen nun das Kükenheim.

 


13.04.2013, Nachtrag

Die beiden Letztgeborenen vom Tag 24 mussten heute getötet werden. Sie hatten Beide extreme Spreizbeine und konnten nicht aufstehen. Eine Brut über 22 Tage ist einfach sinnlos.

 


Mittlerweile lassen wir den Brutkasten Brutkasten sein und lassen die Eier nur noch von den Glucken ausbrüten. Zum Einen machen die das viel besser und zum Anderen ist es immer wieder eine Wonne, den Kindergarten mit Glucke nach dem Schlupf zu beobachten.